Die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU Mecklenburg-Vorpommern spricht sich für die Abschaffung des Höchstalters für Wahlbeamte im Wahl – und Kommunalrecht aus.

Der kommissarische Landesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CDU M-V, Dietger Wille, dazu: „Der Wähler soll das letzte Wort haben, wann ein Kandidat für den hauptamtlichen Bürgermeister oder Landrat zu alt für das angestrebte Amt ist. Beim Bundeskanzler- oder Ministerpräsidentenamt, bei Ministern oder Unternehmensvorständen gilt auch kein Höchstalter. Bürgermeister oder Landräte sollen durchaus wiederkandidieren können, wenn sie und ihre Unterstützer sich für fit genug halten. Mir ist kein guter Grund bekannt, warum ein neuer Bewerber, selbst wenn er Führungsqualifikation woanders erworben hat, sich nicht auch noch mit 60 Jahren um das höchste Amt in seiner Kommune bewerben sollen dürfte. Durch die Direktwahl der Bürgermeister und Landräte kann jeder Wähler leicht feststellen, wer mit welcher Qualifikation und Erfahrung kandidiert. Der mündige Wähler braucht keine gesetzliche Altersbegrenzung!“

In Mecklenburg-Vorpommern gilt mit der Höchstwahlalter von 59 Jahren für erstmalige Kandidaturen und 63 Jahren für Wiederbewerber im Bundesvergleich ein sehr niedriges Wahlalter. Vorbild für die KPV M-V ist die Regelung in Nordrhein-Westfalen, die seit 2009 gänzlich auf ein gesetzliches Höchstwahlalter verzichtet.

„Mit dieser konsequenten Regelung wäre auch der Vorwurf der Altersdiskriminierung vom Tisch“, so Dietger Wille.

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